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GESCHICHTE
Kurzer historischer Abriss und Exkurs:
Ein historischer Abriss hat mit Salerno zu beginnen, obgleich ein geschichtlicher Überblick in der Antike eher bei Velia (dem heutigen Ascea bzw. Marina di Ascea ) beginnt. (Einmal abgesehen von Mythen, nach denen der Ort Palinuro seinen Namen vom Steuermann des Odysseus erhielt, der über Bord sprang, als er dem Gesang der Sirenen lauschte und dem Punta Licosa bei Ogliastro Marina, dessen Name einer der Sirenen und Schwester des Äneas entliehen ist, die dort begraben sein soll.)
Über Jahrhunderte war Salerno eine römische, byzantinische, normannische und angiovinische Stadt, - in der Folge wurde sie von der Familie Durazzo (Vizekönige der bourbonischen Dynastie) und den Savoyern (durch die republikanische Regierung abgelöst) regiert. Nach der "Befreiung" (Befreiung in Anführungsstrichen, da das Wort Schuldlosigkeit impliziert) Italiens im zweiten Weltkrieg wurde Salerno für eine kurze Zeit zur Hauptstadt Italiens erklärt.
Von Salerno aus führt die Schnellstrasse über Battipaglia zu den eigentlich geschichtsträchtigen Orten Paestum und danach dem Cilento mit Velia (bei Marina di Ascea), als dessen historisch-kulturellem Zentrum. Velia wartet mit dem einzigen erhaltenen Beispiel des griechischen Bogens in Grossgriechenland auf. Weitere Sehenswürdigkeiten des antiken Velia sind die Porta Rosa (die Bevölkerungsgruppen im antiken Elea trennte), das Amphitheater, die Via Sacra und, an der Stelle der antiken Akropolis der angiovinische Turm (Schloss der Familie San Severino) und die Schlosskapelle, sowie römische Mosaiken und Thermen. (San Severino als mittelalterliche Geisterstadt befindet sich dann ca. 30 km südlich oberhalb von Palinuro)
Paestum (griechisch Poseidonia) ist die grösste erhaltene (neben Agrigento auf Sizilien) Tempelanlage der Griechen (Magna Graecia) auf römischem Boden, mit dem wohl am besten erhaltenem Tempel in Süditalien, der Basilika, dem dorischen Neptuntempel. Weitere Zeitzeugen sind der Ceres- oder Vestatempel, das Forum und die Nekropolis.
Der Cilento beginnt im eigentlichen Sinne bei Agropoli im Norden und reicht vom Fluss Sele im Norden und dem Dianotal im Osten, dem Bussento im Süden bis zum Tyrrhenischen Meer im Westen. Diese Region ist der Geburtsort der Vorsokratiker Pamenides und Zenons und gilt als bevorzugter Aufenthaltsort von Cicero und Brutus. Philosophisch erwähnenswert ist noch der Philosoph Vico in späteren Zeiten, der ein bedeutendes geschichtsphilosophisches Werk hinterliess.
Entlang der Cilentoküste ziehen sich eine Reihe von Befestigungsanlagen, die - anfangs häufig unzulänglich gegen den arabischen Ansturm - durch den Vizekönig Don Pedro de Toledo im 16. Jahrhundert systematisch und zielbewusst errichtet wurden. Er beauftragte eine Reihe von Burgen, die strandnah, auf Felsspitzen oder an Flussmündungen erbaut wurden, die untereinander mit Frühwarnsystemen ausgestattet wurden. Ausgebaut wurde dieses System durch Don Parafan de Ibera, so dass bis zum Beginn des 18. Jh. 57 Burgen die Küste des Cilento besiedelten.
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