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KULTUR
Seit der Praehistorie bewohnte der Mensch die zahlreichen karstigen Grotten im Cilento. Die aeltesten Zeichen der Bewohnung stammen aus dem Paeolithicum medium, dem Neolithicum und aus der Metallzeit. In den Grotten an der Kueste zwischen Palinuro und Scario, und in den Grotten der Bergmassive von Castelcività und Pertosa im Landesinnern fand man Werkzeuge aus praehistorischer Zeit.
Die ersten Griechen liessen sich um 1700 v.Chr. hier nieder und gruendeten die Magna Graecia mit ihren Kolonialstaedten, hierunter das beruehmte Poseidonia das spaeter von den Roemern in Paestum umbenannt wurde.
Auf dem Gelaende der archaeologischen Ausgrabungen von Paestum findet man noch heute intakte Zeugnisse dieser
Zeit vor. Der Poseidon Tempel von Paestum, erstellt um 450 v. Chr., wurde im gleichen Stile des Partenope in Athen gebaut, der seine dorische Saeulenordnung mit dem Poseidon Tempel gemein hat.
Es befinden sich weitere Tempel befinden sich auf dem Ausgrabungsgelaende von Paestum, der Tempel Cerere oder auch Athene, sowie der Tempel der Hera. Diese befinden sich in der Naehe des Amphitheater das bis zu 2000 Personen
Fasste, dem Gymnasium, dem Forum und der Palestra in der Sportveranstaltungen stattfanden. Immer noch sind Archaeologen bei der Arbeit um die zahlreichen, von Erde bedeckten, Strukturen freizulegen.
Ueber das Meer gelangten die Focei, ein Volk aus dem vorderen Asien, an die Kueste des Cilento. Hier gruendeten sie
die Stadt Elea, dem spaeteren Velia, wo der Philosoph Parmenide die 'Scuola filosofica Eleatica', die Philosophen-schule von Elea errichtete.
Nach dem Verfall des westlichen roemischen Reiches um 600 n.Chr. begann auch fuer das Cilento die Zeit der
barbarischen Herrschaft, den Schlachtzuegen der Sarazenen. Aber auch das Moenchstum der Basilianer hielt Einzug ins Cilento. Von diesen Ereignissen zeugen noch die Abteien und Kloster, sowie auch das Festungssystem entlang der Kuesten das zur Abwehr von Angreifern diente, die ueber den Seeweg ins Cilento einzudringen versuchten.
Eine Vielfalt von religioesen Staetten, darunter die bedeutende 'Certosa di Padula', aber auch die Kirchen und Basiliken die man in jedem Ort findet von, in deren Umfeld sich die antiken Gassen der Altstaedte winden.
Eine besondere Aufmerksamkeit gilt der Basilica des Monte Sacro, auch Monte Gelbison oder Monte di Novi genannt,
die sich in einer Hoehe von ueber 1700m inmitten einer phantastischen Landschaft befindet und von seltener Imposanz ist.
Das Leben der Menschen in der aktuellen Gemeinschaft des Cilento, in den Kuesten- und Berggemeinden, ist sicherlich nicht weniger interessant als das ihrer zahlreichenVorfahren. Folkloristische Feste, das Fest des heiligen Patron des Ortes und die Respektierung alter Traditionen haben Bestand im alltaeglichen Leben. Von der Kueche bis zu den Braeuchen, vom Handwerk zur Landwirtschaft, das einfache Leben hier ist rigoros. Die Cilentaner sind ein ehrliches
und stolzes Volk antiker Wurzeln, das im Laufe der Geschichte im Einvernehmen mit der Natur lebte und noch heute
ein lebendiges Zeugniss seiner Geschichte ist.
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